Projekt Lido sistiert!

Sistierung Projekt Erneuerung und Sanierung Schwimmbad Lido

Das Projekt Erneuerung und Sanierung Schwimmbad Lido ist im Rahmen des von der Bürgerschaft genehmigten Baukredits in der Höhe von rund 27,5 Mio. Franken nicht realisierbar. Der Stadtrat hat beschlossen, die sich abzeichnenden erheblichen Kostenüberschreitungen durch eine externe, unabhängige Zweitmeinung zu verifizieren und Grundlagen für den Entscheid zum weiteren Vorgehen zu schaffen. Das Projekt wird vorläufig sistiert.

Die Stimmbevölkerung hat dem Baukredit für die Sanierung und Erneuerung des Schwimmbads Lido am 25. November 2018 mit 72 Prozent Ja-Stimmen zugestimmt. Der von der Bürgerschaft genehmigte Baukredit beläuft sich auf rund 27,5 Mio. Franken (Kostengenauigkeit +/- 10 Prozent). Auf der Basis des Vorprojekt-Plus liess das Ressort Bau, Liegenschaften in den vergangenen Monaten die beauftragten Planer das Bauprojekt ausarbeiten. Dabei zeigte sich, dass sich das Schwimmbad nicht im Rahmen des genehmigten Baukredits umsetzen lässt. Die aktuellste Kostenschätzung zeigt, dass im schlimmsten Fall Mehrkosten in der Höhe von über 5 Mio. Franken anfallen könnten. Grund für die Kostenüberschreitungen sind die geologischen Verhältnisse vor Ort sowie Ungenauigkeiten bei der Kostenschätzung im Vorprojekt-Plus.

Noch nicht bezifferbare Mehrkosten ergeben sich darüber hinaus durch das Risiko von bisher nicht einkalkulierten Sanierungsmassnahmen im Bereich der Bootshalle 2. Diese Boothalle ist von den geplanten Bauarbeiten zwar nicht direkt betroffen. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass sie im Zuge der Bodenbewegungen im Zusammenhang mit dem Rückbau der Bootshalle 1 instabil wird und saniert werden muss.

Der Stadtrat hat die prognostizierten Kostenüberschreitungen mit Sorge zur Kenntnis genommen. Er ist der Auffassung, dass die aktuelle Kostensituation einen Marschhalt erfordert. Aus diesem Grund hat er das Projekt sistiert. In einem nächsten Schritt wird die Kostensituation im Rahmen einer Zweitmeinung überprüft. Es wird eine externe, unabhängige Projektleitung mandatiert, welche zuhanden des Stadtrats an Stadtpräsident Martin Stöckling rapportiert. Ziel ist es, im Verlaufe der nächsten drei bis fünf Monate Klarheit über die effektiven Kosten mit einer Genauigkeit von +/- 10 Prozent zu erlangen sowie die Verantwortlichkeiten für die Kostenüberschreitungen zu klären. Gleichzeitig sollen die Machbarkeit des bestehenden Projekts, respektive allfällige Alternativen aufgezeigt werden. Der Stadtrat wird auf der Basis der externen Zweitmeinung und einer belastbaren Kostenschätzung über das weitere Vorgehen beschliessen und der Bürgerschaft einen entsprechenden Vorschlag unterbreiten. Zurzeit sind alle Optionen offen.

Ein Baustart im Frühjahr 2020 ist aufgrund der aktuellen Situation nicht realistisch. Der Betrieb des Schwimmbads Lido in der heutigen Form ist für die Saison 2020 trotzdem nicht möglich, weil unter anderem die Konzession fehlt, die Filteranlage und das Becken defekt sind und das Seewasser bereits abgehängt wurde.

Quelle: Homepage der Stadt Rapperswil-Jona