Die neuen Ausbildungsmodule der SLRG wurden erfolgreich lanciert. Nun neigt sich das Übergangsjahr 2011 dem Ende zu. Ab 2012 werden im Bereich Wasserrettung schweizweit nur noch neue Module angeboten. Auf der Geschäftsstelle der SLRG treffen immer wieder Anfragen von Interessierten ein. Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Umstellung findest du hier:

1. Wie kann ich mein Brevet I in eine Ausbildung nach neuen Richtlinien umwandeln?

Ein bestehendes Brevet I kann über den neuen Wiederholungskurs in ein Brevet Basis Pool oder Brevet Plus Pool umgewandelt werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Brevet I noch gültig oder bereits sistiert ist.

2. Was passiert, wenn ich mein Brevet I bis Ende 2011 nicht umwandeln lasse?

Das Brevet I behält seine Gültigkeit gemäss alten Richtlinien. Nach zwei Jahren ohne Wiederholungskurs wird das Brevet I sistiert. Ein sistiertes Brevet I kann auch nach 2011 über den WK Pool aktiviert und in eine neue Ausbildung umgewandelt werden.

3. Welche Ausbildung benötige ich für meine Tätigkeit als Lehrer / Badaufsicht / Pfadileiter / ....?

Da im und am Wasser für alle Personen die gleichen Risiken bestehen, gibt die SLRG keine berufsspezifischen Empfehlungen ab. Viel wichtiger ist, an welcher Art Gewässer eine Aktivität durchgeführt wird. Neben der Ausbildung im Pool bietet die SLRG deshalb auch Module im See und im Fluss an.

Ist man aus beruflichen Gründen auf eine Ausbildung der SLRG angewiesen, bestimmt der Arbeitgeber, welche Ausbildungen absolviert werden müssen. Bei Lehrpersonen sind zudem die kantonalen Weisungen zu berücksichtigen.

4. Wie finde ich einen passenden Kurs?

Die Kurse auf der Grundstufe werden von den einzelnen Sektionen der SLRG selbständig organisiert und im nationalen Kurskalender ausgeschrieben. Je nach Sektion werden die einzelnen Ausbildungen separat oder kombiniert angeboten. Bei Fragen zu einem bestimmten Kurs gibt der Kursleiter der Sektion Rapperswil-Jona gerne Auskunft.

5. Ich habe meinen Ausweis verloren. Wo bekomme ich einen Ersatzausweis?

Falls du einen neuen Ausweis benötigst, kannst du diesen hier bestellen oder direkt mit der Geschäftsstelle Kontakt aufnehmen.


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Die Sommer-Ausgabe 2011 der Sprützposcht wird diese Woche in den Trainings verteilt. Unter Sprützposcht kann die Zeitschrift der SLRG Rapperswil-Jona auch online angesehen werden. Herzlichen Dank an alle Autoren, Fotografen und Sponsoren für ihre wertvolle Arbeit und Unterstützung, die zum Gelingen dieser Ausgabe beigetragen haben. Viel Spass beim Lesen!

In wenigen Tagen ist es soweit: Die Schweizer-Meisterschaften der SLRG finden am 20./21. August 2011 in Grenchen statt. Die letzten Vorbereitungen laufen und schönes Wetter ist bestellt. Cool

Das genaue Programm und weitere Infos sind im folgenden PDF-File zu finden:
Infos SM 2011.

Für alle unsere Wettkämpfer: Besammlung am Freitag, 19. August 2011, um 17.45h auf dem Parkplatz beim Hallenbad Hanfländer. Bei Fragen steht Sabrina Helbling zur Verfügung.
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Am 25. Januar 2011 trafen sich die Präsidenten der SLRG Sektionen Büren a.A., Lyss und Grenchen mit dem SLRG Zentralsekretär Markus Obertüfer und dem SLRG Rettungssportchef Pascal Reichmuth zu einem Austauschgespräch. Der Grund war, dass bis zu diesem Zeitpunkt noch kein Austragungsort für die SM 2011 der SLRG gefunden worden war.

Liebe Wettkämpferinnen und Wettkämpfer

Wir haben es in kürzester Zeit geschafft, ein OK für die Vorbereitung einer Schweizermeisterschaft in Grenchen zusammenzustellen. Somit wird auch im Jahr 2011 ein SLRG-Treffen stattfinden, bei dem Schwimmer und Schwimmerinnen aus der ganzen Schweiz teilnehmen.

Am 20. und 21. August 2011 werden also gegen 1000 Wettkämpferinnen und Wettkämpfer in sieben Disziplinen, welche auf beide Tage verteilt sind, um den Schweizermeistertitel kämpfen. Der Austragungsort ist das Gartenbad in Grenchen SO. Zeltplatz, Zivilschutzanlage und Bahnhof sind bequem zu Fuss erreichbar. Am Freitagabend besteht die Möglichkeit bei Bratwurst, Brot und Getränken gemütlich zusammenzusitzen und auf die SM 2011 anzustossen.

In diesem Jahr ändern sich drei wesentliche Sachen:

1. Es gibt 2011 keine Teambeschränkung, ihr könnt also mit mehr als 4 Teams pro Sektion antreten.

2. Zugelassen werden Wettkämpfer/innen mit Brevet I oder Brevet Basis Pool.

3. Der Nothilfewettkampf fällt weg.

Nun seid Ihr gefragt: Meldet eure Teams an, damit wir wissen, mit wie vielen Wettkämpfern wir rechnen können. Solltet Ihr Fragen oder aber auch Anregungen haben, lasst uns das wissen. Wir freuen uns schon jetzt auf Eure Anmeldungen.

Weitere Infos auf der Homepage: www.slrgbueren.ch

Das OK SM 2011

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Die neue Sprützposcht-Ausgabe (Nr. 37, Frühling 2011) ist online und kann unter Sprützposcht heruntergeladen werden. Ebenso ist das an alle Mitglieder verschicke Jahresprogramm 2011 inkl. Infoblatt 2011 im internen Download-Bereich für registrierte Benutzer abrufbar.  Cool

SLRG Regionalwettkämpfe in Bülach vom Samstag, 20.November 2010

Drei Rettungsschwimmteams der SLRG Rapperswil-Jona zeigten in Bülach am letzten Samstag grosse Leistungen. Die Damen erschwammen die Bronzemedaille mit Schnelligkeit und technischem Können. Das Plauschteam aus der Rosenstadt siegte sogar in seiner Kategorie.

Am vergangenen Samstag lud die SLRG Region Zürich zu den diesjährigen Rettungsschwimmwettkämpfen ins Sportzentrum Hirslen in Bülach. Drei Teams der SLRG Rapperswil-Jona kämpften um Edelmetall. Alle drei Teams zeigten sehr gute schwimmerische Leistungen. Die Damenmannschaft erzielte den hervorragenden dritten Schlussrang durch optimale Leistungen sowohl bei den schnellen Rettungsschwimmdisziplinen als auch in technisch anspruchsvollen Wettkampfstafetten mit Rettungshilfsmitteln.

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Damenmannschaft der SLRG Rapperswil-Jona mit Sabrina Helbling, Ursi Hediger, Patricia Hediger, Jeanine Forster, Yvonne Kompein

Plauschmannschaft war top

Die gemischte Plauschmannschaft, welche die gleichen Disziplinen absolvierte, triumphierte am Schluss über alle anderen Plauschmannschaften und belegte damit den ersten Platz. Leider fiel der Preis, welcher aus Tradition unter den Plauschmannschaften verlost wird, schliesslich nicht an die Sieger und machte somit andere zu freudigen Gewinnern.

Herren verpatzten die CPR

Nach dem fulminanten Schweizermeistertitel in Nothilfe an den diesjährigen Schweizermeisterschaften im August sollte es an den Regionalwettkämpfen anders kommen. Trotz sehr guten schwimmerischen Leistungen in den schnellen, wie auch technisch anspruchsvollen Disziplinen, reichte es am Schluss nur für den undankbaren 5. Rang und dies aufgrund eines durchwegs verpatzten Auftritts bei 6 Minuten Herz-Lungen-Wiederbelebung (CPR) in Zweihelfermethode. Die Motivation es das nächste Mal wieder zu korrigieren und in gewohnter Manier sehr gut zu absolvieren ist gestärkt.

Die vollständige Rangliste ist im Menü unter Downloads - Interne Dateien zu finden.

Erstellt von Michael Hediger

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Kürzlich ist die neue Ausgabe unserer Vereinszeitung (Sprützposcht 36, Sommer 2010) erschienen. Unter dem Menüpunkt Sprützposcht kannst Du die Zeitschrift ab sofort auch online ansehen. Cool

Als der Kapitän voll bekleidet von Board sprang und durch das Wasser lief, irritierte er die anderen Badegäste, die im Wasser schwammen. "Nicht, dass er jetzt denkt, du ertrinkst", sagte der Mann zu seiner Frau, da sie sich kurze Zeit zuvor mit Wasser bespritzt und geschrien hatten. "Was macht er hier?!", fragte die Frau leicht gereizt ihren Mann. "Es geht uns gut!", rief der Mann dem Kapitän zu. Aber der Kapitän ließ sich nicht aufhalten. Er schwamm unnachgiebig an dem Pärchen vorbei und schrie nur kurz "Weg da!". Denn direkt hinter ihnen, nur wenige Meter entfernt, war die neunjährige Tochter gerade dabei zu ertrinken. Der Kapitän kam in allerletzter Sekunde. Das Mädchen fing an zu weinen und schluchzte: "Papa!".

Woher wusste der Kapitän aus so vielen Metern Entfernung, dass die Tochter gerade dabei war zu ertrinken und sowohl Mutter als auch Vater dies aus weniger als drei Metern nicht erkennen konnten?

Der Kapitän ist ein ehemaliger Rettungsschwimmer der Küstenwache und hat durch eine fachliche Ausbildung gelernt, die Gefahren des Ertrinkens rechtzeitig zu erkennen. Und nein, wenn jemand ertrinkt, dann wird nicht, wie es oft im Fernsehen gezeigt wird, wild geschrien und gewunken. Sie sollten sicherstellen, dass Sie die Anzeichen des Ertrinkens erkennen. Denn bis die neunjährige Tochter mit letzter Kraft "Papa" sagte, hatte sie nicht einen Ton von sich gegeben. Das Ertrinken ist fast immer ein ruhiger und wortloser Vorgang. In der Realität wird selten gewunken, geschrien oder wie wild gestrampelt.

Das, was Menschen tun, um tatsächliches oder vermeintliches Ertrinken zu verhindern, hat Dr. Francesco A. Pia die instinktive Reaktion (The Instinctive Drowning Response) genannt. Es gibt kein Geschrei, kein Gespritze und kein Gewinke. Überdenken Sie Folgendes: Der Tod durch Ertrinken ist der zweithäufigste Unfalltod (nach Verkehrsunfällen) bei Kindern bis zu einem Alter von 15 Jahren. Auch im nächsten Jahr werden wieder Kinder ertrinken. Etwa die Hälfte wird in einer Entfernung von nicht mehr als 20 Metern von einem Elternteil ertrinken. Und in 10% dieser Fälle wird ein Erwachsener sogar zusehen und keine Ahnung davon haben, was da gerade geschieht. Ertrinken sieht nicht aus wie ertrinken!

Auf folgende Anzeichen müssen Sie beim Baden achten:

  1. In den meisten Fällen sind ertrinkende Menschen physiologisch nicht dazu fähig, Hilfe zu rufen. Da das Atmungssystem auf das Atmen ausgelegt ist und die Sprache die zweite/überlagerte Funktion darstellt, muss zunächst die Atmung sichergestellt werden, bevor die Sprachfunktion stattfinden kann.
  2. Da sich der Mund beim Ertrinken unter der Wasseroberfläche befindet und nur kurzeitig wieder aus dem Wasser auftaucht, ist die Zeit für das Ausatmen, Einatmen und für einen Hilferuf zu kurz. Sobald sich der Mund einer ertrinkenden Person über der Wasseroberfläche befindet, wird schnell ausgeatmet und wieder eingeatmet, bevor der Kopf wieder unter Wasser abtaucht.
  3. Ein herbeiwinken ist nicht möglich. Die Arme werden instinktiv seitlich ausgestreckt und von oben auf die Wasseroberfläche gedrückt. Diese Schutzfunktion soll den Körper über der Wasseroberfläche halten, um weiter Atmen zu können.
  4. Eine bewusste Steuerung der Arme ist bei einer instinktiven Reaktion auf das Ertrinken nicht möglich. Ertrinkende Menschen sind aus physiologischer Sicht nicht dazu fähig, das Ertrinken durch bewusste und gesteuerte Bewegungen abzuwenden. Ein Winken nach Hilfe ist also nicht möglich.
  5. Während der Dauer des Ertrinkens befindet sich der Körper aufrecht im Wasser. In der Regel können sich Ertrinkende nur 20 bis 60 Sekunden an der Wasseroberfläche halten, bevor sie untergehen. Nicht viel Zeit für einen Rettungsschwimmer.
  6. Selbstverständlich befindet sich eine Person, die schreiend und winkend um Hilfe ruft, in einer ernsthaften Situation. Anders als beim tatsächlichen Ertrinken, können sich die betroffenen Personen an Ihrer eigenen Rettung beteiligen und z.B. nach Rettungsleinen oder -ringen greifen. Dieser Zustand wird als Wassernotsituation bezeichnet. Eine Wassernotsituation muss nicht zwangsläufig vor einer instinktiven Reaktion auf das Ertrinken auftreten.
Weitere wichtige Anzeichen des Ertrinkens
  • Der Kopf ist nach hinten geneigt und unter Wasser. Der Mund befindet sich auf einer Höhe mit der Wasseroberfläche
  • Die Augen sind glasig und leer
  • Die Augen sind geschlossen
  • Die Haaren hängen vor Stirn und/oder den Augen
  • Der Körper befindet sich vertikal im Wasser – die Beine werden nicht bewegt
  • Der Ertrinkende beschleunigt die Atmung und kämpft nach Luft
  • Die Betroffene Person unternimmt den Versuch zu schwimmen, kommt aber nicht voran
  • Es wird versucht sich auf den Rücken zu drehen.

Sollte also ein Rettungsschwimmer plötzlich ins Wasser laufen und es sieht für Sie so aus, als wäre alles in Ordnung, dann täuschen Sie sich nicht. Der einfachste Hinweis des Ertrinkens wirkt nicht immer so, als würde jemand ertrinken. Seien Sie also vorsichtig. Wenn Sie sicher gehen wollen, dann fragen Sie die betreffende Person: "Geht es dir gut? Brauchst du Hilfe?". Erhalten Sie eine Antwort, dann scheint es der Person wirklich gut zu gehen. Wenn nicht, dann bleiben Ihnen nur wenige Sekunden, um ihn zu retten. Und noch ein Hinweis für alle Eltern: Kinder, die im Wasser spielen, sind laut und machen Lärm. Sollte es still werden, dann sollten Sie nachschauen weshalb.

Text von nordsee24.de